Reife Tomaten, weiße Bohnen, Zwiebeln und Knoblauch werden auf einem einzigen Blech zu einem sättigenden spätsommerlichen Abendessen. Die Vorbereitung dauert etwa 15 Minuten; anschließend übernimmt der Ofen. Dazu passen knuspriges Brot oder ein schlicht angemachter grüner Salat.
Von der Dorfevents-Redaktion · Stand: 9. September 2026
Nützliche Details für die Zubereitung
- Ergibt 4 Portionen und benötigt insgesamt etwa 50 Minuten.
- Ideal ist ein Blech oder eine flache Form von ungefähr 30 × 40 Zentimetern.
- Die Bohnen werden abgegossen und abgespült, damit die Sauce klarer und ausgewogener schmeckt.
- Das Gericht ist fertig, wenn die Tomaten weich und gebräunt sind und der Saft leicht eingedickt ist.
- Brot nimmt die Tomatensauce auf; ein grüner Salat bringt Frische und etwas Biss.
Zutaten für vier Portionen
- 1,2 Kilogramm reife Tomaten
- 2 Dosen weiße Bohnen à 400 Gramm, etwa 480 Gramm Abtropfgewicht insgesamt
- 2 mittelgroße rote oder gelbe Zwiebeln
- 4 Knoblauchzehen
- 4 Esslöffel Olivenöl
- 1 Teelöffel getrockneter Oregano
- 1 Teelöffel geräuchertes oder mildes Paprikapulver
- 1 kleine Prise Chiliflocken, nach Geschmack
- 1 Teelöffel Salz, zusätzlich etwas zum Abschmecken
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 3 Zweige Thymian oder 1 Teelöffel getrockneter Thymian
- 1 Esslöffel Rotweinessig oder Zitronensaft
- 1 Handvoll Basilikum oder glatte Petersilie
- optional: 150 Gramm Feta
- zum Servieren: kräftiges Bauernbrot, Baguette oder grüner Salat
Besonders gut eignen sich aromatische, vollreife Tomaten. Eine Mischung aus größeren Fleischtomaten und kleinen Kirsch- oder Datteltomaten liefert unterschiedliche Texturen: Die großen Früchte geben reichlich Saft ab, während kleinere Tomaten im Ofen süß und konzentriert werden.
Konservenbohnen richtig abtropfen und abspülen
Die Bohnen in ein Sieb geben und die Flüssigkeit vollständig ablaufen lassen. Danach unter kaltem Wasser abspülen, bis das ablaufende Wasser weitgehend klar ist. Das entfernt einen Teil der dickflüssigen Konservenlake und verhindert, dass sie den frischen Tomatengeschmack überdeckt.
Das Sieb anschließend mehrmals vorsichtig schütteln. Sehr nasse Bohnen verdünnen die entstehende Sauce und bräunen schlechter. Trockenreiben müssen sie jedoch nicht: Einige Tropfen Wasser sind unproblematisch, solange keine Flüssigkeit mehr im Sieb steht.
Weiße Riesenbohnen, Cannellini- oder gewöhnliche weiße Bohnen funktionieren gleichermaßen. Sehr weiche Bohnen sollten besonders behutsam abgespült und erst nach der ersten Backphase unter die Tomaten gehoben werden, damit sie nicht zerfallen.
Blech vorbereiten, ohne die Zutaten zu stapeln
Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze oder 190 Grad Umluft vorheizen. Ein großes, flaches Blech mit Rand oder eine entsprechend große Auflaufform bereitstellen. Ein Rand ist wichtig, weil die Tomaten während des Garens viel Saft abgeben.
Große Tomaten in etwa drei Zentimeter breite Stücke oder Spalten schneiden. Kleine Tomaten halbieren. Die Zwiebeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden; sehr kleine Stücke können bei hoher Hitze schneller dunkel werden.
Tomaten und Zwiebeln direkt auf dem Blech mit drei Esslöffeln Olivenöl, Oregano, Paprikapulver, Chili, Salz, Pfeffer und Thymian vermengen. Danach möglichst in einer lockeren Lage verteilen. Liegen die Zutaten dicht übereinander, sammelt sich viel Dampf und die Tomaten kochen eher, als dass ihre Ränder rösten.
Bei einem kleineren Blech sollte die Zutatenmenge reduziert oder auf zwei Bleche verteilt werden. Eine tiefe, enge Form hält zwar den Saft gut zurück, erzeugt aber weniger gebräunte Flächen. Für dieses Gericht ist eine flache Form der beste Mittelweg zwischen Röstaromen und ausreichend Sauce.

Backen, bis eine sämige Tomatensauce entsteht
Das Blech zunächst 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. In dieser Zeit werden die Tomaten weich, die Zwiebelspalten verlieren ihre Schärfe und am Rand sammelt sich aromatischer Saft.
Das Blech vorsichtig herausziehen. Weiße Bohnen und Knoblauch hinzufügen und alles behutsam wenden, ohne die Bohnen zu zerdrücken. Den verbleibenden Esslöffel Olivenöl darübergeben. Weitere 15 bis 20 Minuten backen.
Das Gericht ist gar, wenn mehrere eindeutige Zeichen zusammenkommen: Die Tomaten sind eingesunken, an einzelnen Kanten gebräunt und lassen sich leicht mit einer Gabel zerdrücken. Die Zwiebeln sind weich, die Bohnen vollständig heiß und die Flüssigkeit auf dem Blech wirkt nicht mehr wässrig, sondern leicht sämig.
Ist nach 40 Minuten noch sehr viel dünner Saft vorhanden, das Blech weitere fünf Minuten backen. Sind die Tomaten dagegen schon stark gebräunt und die Sauce wird knapp, zwei bis drei Esslöffel heißes Wasser unterrühren. Zum Schluss Rotweinessig oder Zitronensaft zugeben und erneut abschmecken. Die Säure gleicht die natürliche Süße der gerösteten Tomaten aus.
Feta oder zusätzliche Kräuter als Variante
Für eine salzige, cremige Variante den Feta grob zerbröckeln und während der letzten zehn Minuten über dem Blech verteilen. Weil Feta bereits salzig ist, sollte die Grundmischung zunächst etwas zurückhaltender gesalzen werden. Wer Milchprodukte meidet, lässt ihn einfach weg; das Grundrezept ist ohne Feta pflanzlich.
Frische Kräuter kommen erst nach dem Backen hinzu. Basilikum bringt ein süßlich-pfeffriges Aroma, Petersilie schmeckt frischer und robuster. Auch fein gehackter Rosmarin passt, sollte wegen seines kräftigen Geschmacks jedoch sparsam dosiert werden.
Servieren und Reste sicher aufbewahren
Das Blech fünf Minuten ruhen lassen und anschließend Basilikum oder Petersilie darüberstreuen. Das Gericht direkt am Tisch auf Teller verteilen. Geröstetes Brot eignet sich besonders gut, um die Sauce aus Tomatensaft, Olivenöl und Gewürzen aufzunehmen. Für eine leichtere Beilage passen Blattsalat, Gurke und ein säuerliches Dressing.
Reste nicht lange auf dem warmen Blech stehen lassen. Sie zügig abkühlen lassen, in einen flachen, verschließbaren Behälter umfüllen und gekühlt lagern. Beim nächsten Verzehr in einer Pfanne, im Topf oder im Backofen gründlich erhitzen, bis Tomaten und Bohnen auch in der Mitte deutlich heiß sind.
Beim Aufwärmen kann die Sauce stark eindicken. Ein kleiner Schuss Wasser verhindert, dass die Bohnen am Topfboden ansetzen. Frische Kräuter und Brot erst unmittelbar vor dem Servieren ergänzen. So bleibt aus dem unkomplizierten Blechgericht auch am nächsten Tag eine vollständige Mahlzeit.
Quelle: Editorial research
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung So wurde das Rezept geprüft
Die Mengen, Blechgröße, Arbeitsschritte und sichtbaren Garzeichen wurden für eine alltagstaugliche Zubereitung mit Konservenbohnen aufeinander abgestimmt.
- Bohnen vor der Verwendung abgießen und klar abspülen
- Zutaten auf einem etwa 30 × 40 Zentimeter großen Blech verteilen
- Tomaten bis zu weichen, gebräunten Rändern backen
- Reste zügig kühlen und vor dem Essen gründlich erhitzen
- Umfang
- International
- Aktualisiert
- 2026-09-09 12:49
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