Eine elektronische Sirene auf dem Dach eines leuchtend roten Gebäudes vor blauem Himmel.

Leverkusen hört Probealarm – neue Sirenen noch stumm

Redaktion Dorfevents

Am Donnerstag werden die Menschen in Leverkusen ab 11 Uhr über mehrere Kanäle probeweise gewarnt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe löst den Alarm über mobile Warnsysteme, Warn-Apps und Cell Broadcast aus. Gleichzeitig aktiviert die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen die einsatzbereiten Sirenen im Stadtgebiet. Die Entwarnung erfolgt um 11:20 Uhr.

Wer an diesem Vormittag eine Warnmeldung auf dem Smartphone erhält oder Sirenen hört, kann die Signale als angekündigten Funktionstest einordnen. Da das stationäre Sirenennetz noch nicht das gesamte Stadtgebiet abdeckt, sollten Einwohnerinnen und Einwohner zugleich auf Mobilfunkwarnungen, Warn-Apps, Radio sowie die Social-Media-Kanäle von Stadt und Feuerwehr achten.

Warnung um 11 Uhr, Entwarnung um 11:20 Uhr

Die zentrale Probewarnung beginnt um 11 Uhr. Auf kompatiblen Smartphones wird sie über das Mobilfunknetz beziehungsweise über installierte Warn-Apps ausgespielt. Um 11:20 Uhr folgt die Entwarnung über die vorgesehenen Warnkanäle.

Radio Leverkusen ergänzt den Test mit zwei Durchsagen: Die Probewarnung soll dort um 11:05 Uhr zu hören sein, die Probe-Entwarnung um 11:20 Uhr. Stadt und Feuerwehr begleiten den Warntag außerdem über ihre Social-Media-Kanäle. In echten Krisenlagen können diese Kanäle ebenfalls dazu beitragen, viele Menschen zu erreichen.

Der Warntag überprüft nicht allein die technische Übertragung. Nach Angaben der Stadt werden auch die Abläufe einer Warnung geübt, damit die beteiligten Stellen die vorgesehenen Handgriffe erproben können. Insgesamt finden in Leverkusen vier Probewarnungen pro Jahr statt: Neben dem landesweiten und dem bundesweiten Warntag gibt es zwei regionale Warntage.

Drei Sirenensignale im festen Ablauf

Die stationären und mobilen Sirenen geben nacheinander drei Signale ab. Zunächst erklingt eine Minute lang ein Dauerton mit der Bedeutung „Entwarnung“. Danach folgt der eigentliche Warnalarm: ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton. Den Abschluss bildet erneut ein einminütiger Dauerton als Entwarnung.

Leverkusen hört Probealarm – neue Sirenen noch stumm

Auch Feuerwehrfahrzeuge mit mobilen Sirenensystemen werden in verschiedenen Stadtteilen eingesetzt. Auf ihren Dächern befinden sich mobile Sirenen, die dieselbe Folge aus Entwarnung, Warnung und abschließender Entwarnung abspielen.

Sirenenabdeckung in Teilen des Stadtgebiets

Nach Angaben der Stadt sind derzeit zwölf Sirenenanlagen an das Netz angeschlossen. Sie erreichen Teile des Chemparks, das Industriegebiet Fixheide, Schlebusch sowie die Rheinanlieger in Rheindorf und Hitdorf. Außerhalb dieser Bereiche ist deshalb nicht überall mit einem gleich gut hörbaren stationären Signal zu rechnen.

Ein fehlender Sirenenton im eigenen Viertel lässt beim aktuellen Ausbauzustand daher für sich genommen keinen Rückschluss auf den gesamten Warnmitteltest zu. Die Probewarnung wird bewusst über mehrere Kanäle verbreitet. Für einen tatsächlichen Warnfall stehen laut Stadt zusätzlich mobile Anlagen und Warnfahrzeuge bereit; deren Erprobung gehört ebenfalls zum Programm des Warntages.

Acht installierte Sirenen noch ohne Netzanschluss

In den vergangenen Monaten wurden acht weitere Sirenenanlagen installiert, um die Warnabdeckung im Stadtgebiet auszubauen. Beim aktuellen Probealarm bleiben sie jedoch außer Betrieb, weil sie noch nicht an das Sirenennetz angeschlossen sind. Weitere Standorte befinden sich laut Stadt im Bau oder in der Planung. Ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme der acht Anlagen wird in der Mitteilung nicht genannt.

Informationen zur Krisenvorsorge und zum Verhalten in Notlagen stellt die Stadt auf ihrer Internetseite im Bereich „Krisenfit“ bereit. Viele Inhalte sind dort inzwischen mehrsprachig verfügbar. Grundlage dieses Berichts ist die Mitteilung der Stadt Leverkusen zum Warntag 2026.

Quelle: City of Leverkusen Press Releases

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