Nahaufnahme einer Zapfsäule an einer Tankstelle mit digitaler Preisanzeige.

Spritpreise: Was 16,7 Cent Steuerentlastung beim Tanken bringen

Bei 50 Litern Kraftstoff wären rund 8,35 Euro Ersparnis möglich, wenn Tankstellen die Steuerentlastung von 16,7 Cent je Liter vollständig weitergeben. Seit dem 1. Oktober 2026 gilt in Deutschland eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Ob eine einzelne Tankfüllung tatsächlich so viel günstiger wird, hängt vom Preis an der gewählten Zapfsäule ab. Wer jetzt tanken muss, sollte deshalb aktuelle Preise vor Ort vergleichen.

Wie aus 14 Cent Steuersenkung rund 17 Cent werden

Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel ist vom 1. Oktober bis Ende 2026 um 14 Cent je Liter gesenkt. Da auf den Kraftstoffpreis auch Umsatzsteuer anfällt, beziffert die Bundesregierung die mögliche Entlastung einschließlich Umsatzsteuer auf etwa 17 Cent je Liter.

Rechnerisch ergeben 14 Cent zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer 16,66 Cent. Gerundet sind das 16,7 Cent je Liter. Dieser Betrag beschreibt die Wirkung der Steueränderung bei vollständiger Weitergabe. Er ist kein garantierter Preisabschlag, der sich an jeder Tankstelle gegenüber einem früheren Preis ablesen lässt.

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Was die ADAC-Preise vom 30. September aussagen

Am 30. September 2026 meldete der ADAC für den damaligen bundesweiten Wochenvergleich 2,258 Euro je Liter Super E10 und 2,409 Euro je Liter Diesel. Die Zahlen stammen aus der Zeit vor Beginn der Steuersenkung. Sie sind weder heutige Tankstellenpreise noch ein verlässlicher Ausgangswert für den Preis einer bestimmten Zapfsäule.

Der ADAC erwartete, dass die Entlastung von 16,7 Cent je Liter schrittweise weitergegeben wird. Ein Vergleich mit den genannten Wochenwerten allein kann dennoch nicht zeigen, welcher Anteil der Steuersenkung bei Autofahrern angekommen ist: Die Werte fassen Preise aus ganz Deutschland zusammen, während sich der Preis für die nächste Tankfüllung nach der jeweiligen Station und dem Zeitpunkt richtet.

Spritpreise: Was 16,7 Cent Steuerentlastung beim Tanken bringen

Warum der Zapfsäulenpreis anders ausfallen kann

Der angezeigte Literpreis besteht nicht allein aus Steuern. Auch Einkaufskosten, Betriebskosten und die Preisgestaltung der Tankstellen wirken darauf. Ändern sich solche Bestandteile gleichzeitig mit der Steuer, kann der sichtbare Preis stärker oder schwächer sinken. Deshalb beweist ein Preisrückgang um weniger als 16,7 Cent gegenüber einem älteren Vergleichswert für sich genommen keine fehlende Weitergabe.

Hinzu kommt der Zeitpunkt des Vergleichs. Der ADAC ging von einer schrittweisen Weitergabe aus; aus dem Startdatum der Steuersenkung folgt also kein einheitlicher Preissprung an allen Zapfsäulen. Ebenso wenig lässt sich aus einem einzelnen günstigen Angebot ableiten, dass Kraftstoff bundesweit im gleichen Umfang billiger geworden ist.

Was eine Tankfüllung rechnerisch sparen könnte

Für eine Füllmenge von 50 Litern lautet die Rechnung: 50 mal 0,167 Euro ergeben 8,35 Euro. Bei 40 Litern wären es 6,68 Euro. Beide Beispiele setzen voraus, dass der rechnerische Betrag vollständig im Literpreis ankommt und die übrigen Preisbestandteile gleich bleiben. Sie sind eine Orientierung für das mögliche Sparpotenzial, keine Zusage für den Kassenbon.

Für die konkrete Kaufentscheidung zählt der aktuelle Endpreis. Vergleichen Sie kurz vor dem Tanken die Preise mehrerer Stationen in Ihrer Nähe sowie die Kraftstoffpreise entlang der Strecke und achten Sie auf die richtige Kraftstoffsorte. Rechnen Sie auch den Weg zu einer günstigeren Station mit ein: Bei 50 Litern spart ein Preisunterschied von zwei Cent je Liter einen Euro. Ein längerer Umweg kann diesen Vorteil aufzehren.

Quelle: Bundesregierung

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