Ein bewegender Abschied im Gustav-Lübcke-Museum
Die Stadtgesellschaft von Hamm hat in einer feierlichen Gedenkstunde Abschied von einer ihrer prägendsten politischen Persönlichkeiten genommen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am 17. September im Gustav-Lübcke-Museum, um der ehemaligen Oberbürgermeisterin Prof. Sabine Zech zu gedenken. Das Datum der Gedenkveranstaltung war bewusst gewählt: An diesem Tag wäre die langjährige Kommunalpolitikerin 86 Jahre alt geworden.
Politisches Erbe und prägende Entscheidungen für Hamm
Oberbürgermeister Marc Herter würdigte in seiner Ansprache gemeinsam mit dem Landesminister a. D. Dr. Christoph Zöpel das Lebenswerk seiner Vorgängerin. Er betonte, dass Sabine Zech weit über ihre Amtszeit hinaus ein bedeutendes Erbe hinterlassen habe. Zu ihren wichtigsten politischen Meilensteinen zählte die Eröffnung des Allee-Centers im Jahr 1992, die Einrichtung der städtischen Gleichstellungsstelle sowie ihr entschlossener Einsatz für den Erhalt des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Herter hob dabei besonders ihr Rückgrat hervor, mit dem sie sich auch gegen Widerstände in der eigenen Fraktion für ihre Überzeugungen einsetzte. Zech habe sich mit ihrer gesamten Tatkraft für Gerechtigkeit, Bildung sowie die Belange von Kindern und Jugendlichen in Hamm starkgemacht.

Brückenbauerin über Stadtgrenzen hinweg
Neben ihrem Wirken in Hamm war Sabine Zech maßgeblich an der internationalen Vernetzung der Stadt beteiligt. Sie begründete die Städtepartnerschaften mit Oranienburg und Kalisz. Eine besondere Verbindung pflegte sie zudem zum britischen Bradford. Nach der Brandkatastrophe von 1984 setzte sie sich persönlich für die Partnerschaft mit der Stadt ein, was ihre tiefe Verbundenheit zu den Menschen vor Ort unterstrich. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkstunde von Beiträgen der Städtischen Musikschule Hamm. Dieser Abschiedsgruß schlug eine persönliche Brücke zu Sabine Zech selbst, die über viele Jahre als Viola-Spielerin eng mit der Musikschule verbunden war.

Lebensweg einer engagierten Politikerin
Sabine Zech, 1940 in Berlin geboren, prägte die Hammer Politik über Jahrzehnte. Nach ihrem Studium in Berlin und Tübingen sowie einer Tätigkeit in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen war sie von 1975 bis 2005 als Professorin an der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen tätig. Ihre politische Laufbahn in Hamm erstreckte sich von 1969 bis 1994 als Ratsmitglied, wobei sie von 1984 bis 1994 das Amt der Oberbürgermeisterin bekleidete.
Auch nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Kommunalpolitik blieb sie gesellschaftlich und politisch aktiv. Von 1987 bis 1994 fungierte sie als Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik. Ab 1995 engagierte sie sich im Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ) Nordrhein-Westfalen, ab 2002 als deren stellvertretende Landesvorsitzende. Ihr Wirken bleibt als Beispiel für eine konsequente, werteorientierte Kommunalpolitik in der Stadtgeschichte von Hamm verankert.
Quelle: City of Hamm News
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Der Bericht basiert auf der offiziellen Gedenkmitteilung der Stadt Hamm und würdigt das politische Wirken der ehemaligen Oberbürgermeisterin.
- Abgleich mit offiziellen Daten der Stadt Hamm
- Biografische Eckdaten der ehemaligen Oberbürgermeisterin bestätigt
- Quelle
- Stadt Hamm News
- Umfang
- Hamm
- Aktualisiert
- 2026-09-18 07:53
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